Ihre Unterschrift für den Wandel - Zum Weltladentag 2018

 

Faire Arbeitsbedingungen für alle können nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Dass es geht, zeigt der Faire Handel.

Erinnern wir unsere Abgeordneten Marc Biadacz und seine Kolleginnen und Kollegen im Bundestag daran, dass sie es in der Hand haben, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt durch Unternehmen zu stoppen!  Am 12. Mai, dem Weltladentag, geht's los: Dann sammeln nicht nur wir, sondern alle Weltläden in Deutschland Unterschriften und leiten sie nach der Fairen Woche im Herbst an ihre/n Bundestagsabgeordnete/n weiter. Unterzeichnen auch Sie den Appell an Marc Biadacz (MdB) bei uns im Laden.

 

Hintergrundinformation

Wie sähe eine Welt aus, in der Unternehmen nicht mehr dem Profit, sondern den Menschen und dem Planeten verpflichtet wären? Der Faire Handel zeigt seit über 40 Jahren, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist. Damit in Zukunft alle Unternehmen weltweit verantwortungsvoll wirtschaften, braucht es strengere Regeln. Die Unternehmen müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden, entlang ihrer gesamten Lieferkette Menschenrechte und Arbeitsstandards einzuhalten. So eine Verbindlichkeit zu schaffen, ist Aufgabe unserer Politik. Unternehmen müssen echte Verantwortung übernehmen!

 

Die 193 UN-Mitgliedsstaaten darunter auch Deutschland, also fast alle Länder dieser Erde, haben sich 2015 darauf geeinigt, die globalen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Probleme gemeinsam anzugehen. Dazu haben sie sich 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) gesetzt, die für die Länder des Globalen Nordens und Südens gleichermaßen gelten. Auch der Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten steht dabei auf der globalen Agenda. Und hier gibt es auch für Deutschland noch jede Menge zu tun! Denn auch deutsche Unternehmen sind immer wieder an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt oder profitieren davon.

 

Weitere Informationen gibt es online unter: www.forum-fairer-handel.de/kampagne

Eine Unterschriftenliste liegt im Weltladen aus.

 

 

 

 


 

Mangotage fallen aus - eine Katastrophe für die betroffenen Kleinbauern und die Schulen des Hilfsprojektes!

Zum zweiten Mal in der dreißigjährigen Geschichte der Mango-Tage des evangelischen Kirchenbezirks Böblingen mit Burkina Faso fällt der Mangoverkauf aus - die Mango-Tage der Eine-Welt-Läden, auch in Herrenberg, mussten abgesagt werden. In der Mangolieferung in diesem Jahr ist beim Eintritt in die EU ein Insektenbefall festgestellt worden. Die Früchte wurden nicht für den Verkauf freigegeben. Der Verkaufswert von 265.000 Euro wird normalerweise dafür verwendet, die Kosten für 3616 tägliche Essen in Schulkantinen, 68 Lehrergehälter an 12 evangelischen Schulen vor Ort und alle entstandenen Kosten der Mangolieferung zu bezahlen.

Die jährlichen Mangotage sind Gemeinschaftsprojekte zwischen der Evangelischen Kirche in Burkina Faso und den Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen. Seit 1989 kommen jedes Jahr Mangos zu uns, die an etwa 100 Verkaufsstellen angeboten werden. Zu Beginn waren es 5.000, heute (2017) sind es fast 90.000 Früchte. Mittlerweile hat jede Kirchengemeinde ihre eigene Mangoaktion Die Nachfrage ist enorm, denn die Früchte sind von bester Qualität.
Die Mangos kommen aus mehreren Dörfern im Süden Burkina Fasos. Die Familien erhalten dafür den lokal üblichen Preis. Für die meisten ist es die einzige Möglichkeit, ihre Mangos überhaupt zu verkaufen, denn in der Saison besteht ein Überangebot. Die Preise fallen und ein Großteil der Früchte verdirbt. Durch fairen Ankauf helfen die Mangoaktionen, diese Familien und damit den Schulbetrieb und die Ernährung der Kinder zu unterstützen. Es entfallen auf Ankauf, Verpackung, Transport und Gebühren ca. 40%, der Reinerlös von 60% pro Mango fließt zurück nach Burkina Faso zur Finanzierung kirchlicher Grundschulen. Viele der Schulen hätten ohne diese Hilfe ihre Pforten längst geschlossen. Die Mangoaktionen sind nur möglich durch den beispielhaften Einsatz von ca. 250 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Weltläden sowie der Unterstützung von Firmen wie Spedition Derichsweiler durch kostenlose lokale Transporte und logistischer Hilfe, sowie Messners Bauernladen, hier lagern die Mangos kostenlos im Kühlhaus bis zum Weiterverkauf. Bereits 2004 kam es schon einmal zum Ausfall der Mangotage -damals wurden auf dem Flughafen in Paris bei der Kontrolle an den Früchten die Larven einer afrikanischen Fruchtfliege entdeckt und die Ernte ebenfalls vernichtet. Damals konnte durch umfangreiche Spenden der Schulbetrieb erhalten bleiben! Die Partner in Burkina Faso rechnen fest mit dem Geld. Der evangelische Kirchenbezirk Böblingen wird selber aus den Rücklagen eine fünfstellige Summe zur Verfügung stellen, aber das reicht bei weitem nicht!

Bitte helfen Sie mit und spenden Sie! Im Weltladen Herrenberg steht eine Spenden Box oder überweisen Sie direkt an: Evangelischer Kirchenbezirk Böblingen IBAN DE29 6035 0130 0000 1131 17 bei der KSK Böblingen Geben Sie bitte Name und Adresse an, damit wir eine Spendenbescheinigung ausstellen können. Unter www.kirchebb.de/mangotage wird über den Verlauf der Spendenaktion informiert. Wir danken für Ihre Unterstützung!

 

 

 

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WILLKOMMEN IM WELTLADEN HERRENBERG


Schön, dass Sie unseren Weltladen besuchen. Gern stellen wir Ihnen unser Sortiment vor,
informieren Sie über unsere ehrenamtliche Arbeit und laden Sie ein, den Fairen Handel zu entdecken.



Telefon: 07032 - 6857

Sie finden uns in Herrenberg in der Stuttgarter Straße 12, unweit des Marktplatzes

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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