AG Erdölprojekt Tschad / Kamerun

TschadCamerun

Der Bau von Pipelines zur Erdölförderung im Tschad und in Kamerun durch die ESSO-AG, Chevron und Petronas sollte dazu beitragen, die Armut in beiden Ländern zu bekämpfen. Es hat sich aber bestätigt, dass das Gegenteil der Fall ist:- - Auf den Märkten haben sich die Preise für Lebensmittel und Gebrauchsgüter mehr als verdoppelt. - Einheimische Unternehmer klagen darüber, dass alle Aufträge für Bau- und Transportarbeiten im Zuge des Straßen- und Pipelinebaus an ausländische Unternehmer vergeben wurden. - Diese Subunternehmer haben einheimische Arbeiter zu unakzeptablen Bedingungen angestellt. Sie arbeiten ohne schriftliche Verträge, es gibt keine schriftlichen Lohnabrechnungen, die Arbeitszeit ist willkürlich. In Kamerun wird der gesetzliche Mindestlohn von umgerechnet ca. 40 € pro Monat noch deutlich unterschritten. - Nach wie vor gibt es viele Klagen über ungerechte Entschädigungsleistungen für Nutzland und Obstbäume – die betroffenen Bauern sind resigniert und fühlen sich von ESSO getäuscht. - Außerdem hat die tschadische Regierung Millionen Dollar aus Geldern von Chevron für den Kauf von Waffen verwendet, obwohl sie versprochen hatte, die Erdöleinnahmen für die Entwicklung des Gesundheits- und Bildungssektors sowie der Infrastruktur einzusetzen.

Die Forderungen der Arbeitsgruppen Tschad / Kamerun sind, dass:

Gemeinsam mit den Menschen im Tschad und Kamerun wollen sie dafür sorgen, dass die Ölförderung unter sozial und umweltverträglichen Bedingungen erfolgt.
Ohne Geld kann dieser wichtige Einsatz für die betroffenen Bewohner des Ölgebiets im Tschad und in Kamerun nicht geleistet werden. Auch diese Arbeit liegt unserem Verein sehr am Herzen und wird von uns vielfältig unterstützt.


Literatur zum Thema:
Martin Petry, Herrenberg: Wem gehört das schwarze Gold? Engagement für Frieden und Gerechtigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Erdölprojekt Tschad / Kamerun.
Taschenbuch ISBN 3-86099-785-8