Jeden Tag ein Türchen….

Kaum macht sich der Herbstnebel breit, steht auch schon fast Weihnachten vor der Tür! Seit Kurzem liegen deshalb  im Weltladen faire Schoko- Adventskalender für Sie bereit - der beliebte Klassiker zur Adventszeit, um (nicht nur) Kindern die Wartezeit auf Heilig Abend zu versüßen. Türchen für Türchen wächst die Freude auf das große Fest. Die leckere Bio-Schokolade, die sich dahinter verbirgt, ist ein schönes Beispiel für Fairen Handel in aller Welt. Sie enthält nämlich nicht nur fair gehandelten Zucker aus Paraguay und Kakao aus São Tomé und der Dominikanischen Republik, sondern auch faire Milch aus dem Alpenvorland. Der überwiegende Anteil kommt aus kontrolliert ökologischem Anbau. So können alle fröhliche Weihnachten feiern.

Das Motiv für den fairen Bio-Adventskalender der GEPA stammt in diesem Jahr von João Batista Bezerra da Cruz. Der Künstler lebt und arbeitet in der Stadt Pedro Segundo im Nordosten Brasiliens. Sein Bild zeigt, wie das Jesuskind von den Menschen mit Musik, Tanz und Blumen empfangen wird. Fröhlich mit Musik und Tanz feiern die Menschen in Brasilien auch heute noch das Weihnachtsfest. Im Nordosten leben allerdings auch viele Bauernfamilien, die mehr schlecht als recht über die Runden kommen. Hier arbeiten wir mit der Kooperative COOPEALNOR zusammen. Außerdem gibt es feine Bio- Vollmilchschokolade mit Spekulatiusgewürz. Die Klasse Kombination von feiner Vollmilchschokolade und weihnachtlichem Spekulatius macht mit ihrem Duft richtig Lust aufs Naschen.

Die  40g  Weihnachtsschokolade wurde mit einer feinen Gewürzmischung aus u.a. Zimt, Nelken und Ingwer abgeschmeckt und ist die ideale kleine Nasch-Portion. Sie eignet sich hervorragend für den Nikolausstiefel oder als Mitbringsel in der Weihnachtszeit. Ein Hinweis zur Verpackung: Beim Innenwickel handelt es sich um die umweltfreundliche Naturflex-Folie, die zu 90-94% aus nachwachsenden Rohstoffen (Cellulose) besteht. Sie ist biologisch abbaubar und gemäß EU-Norm EN 13432 kompostierbar. Demnach sind 90% der Folie spätestens nach 90 Tagen verrottet.Der Fair-Handelsanteil der Zutaten ist insgesamt 98%, überwiegend kommen sie  aus kontrolliert ökologischem Anbau.

Für den Nikolausstiefel, Weihnachtsteller, als kleine Aufmerksamkeit für Familie, Freunde oder Arbeitskollegen darf natürlich der Bio Schoko Nikolaus nicht fehlen. Er ist durch schonendes und langes Conchieren besonders zart. Ein herrlicher Genuss zur Weihnachtszeit für Klein und Groß. Fair-Handelsanteil der Zutaten insgesamt: 100%, überwiegend aus kontrolliert ökologischem Anbau. Und last but not least: Spekulatius als ein Weihnachts-Traditionsgebäck - und unser Spekulatius ist aus wertvollsten Zutaten und nach einer traditionellen Rezeptur gebacken! Verfeinert ist er mit aromatischem Honig und feinen Gewürzen. Hier ist der Fair-Handelsanteil der Zutaten insgesamt 34%.

Ihnen allen eine schöne, besinnliche und leckere Adventszeit!

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„Der Grüne Knopf“- Orientierung für nachhaltiges Einkaufen?

Weltweit arbeiten mehr als 60 Millionen Menschen in der Bekleidungsindustrie; die meisten von ihnen in Entwicklungs- und Schwellenländern. In vielen Produktionsländern gibt es noch immer 16-Stunden-Schichten, Löhne, die kaum zum Leben reichen, Kündigung bei Schwangerschaft oder Krankheit sowie Produktionsmethoden, die Luft und Wasser verschmutzen. Die Sicherheitsmaßnahmen in den Fabriken sind oft ungenügend, wie u.a. der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch vor wenigen Jahren dramatisch aller Welt vor Augen geführt hat. Damals starben über 1.000 Näherinnen.

Seit Anfang September 2019 können Verbraucher  und Verbraucherinnen nun Textilprodukte mit dem neuen Siegel „Der grüne Knopf“  kaufen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller initiierte dieses neue Siegel, das nun vom Bundes­ministerium für wirt­schaftliche Zusammen­arbeit und Entwick­lung (BMZ) heraus­gegeben wurde, um die Produktionsbedingungen in der Textilbranche positiv zu beeinflussen. Der "Grüne Knopf" soll Auskunft darüber geben, ob das Kleidungsstück unter menschenwürdigen Umständen und ökologisch nachhaltig produziert wurde. Vergeben wird es an Anbieter, die auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindest­stan­dards achten – wie Mindest­lohn und ausreichender Gesund­heits­schutz für die Textilbeschäftigten. Zertifiziert wird dies durch externe Institute.

Der grüne Knopf ist eine Art „Über­siegel“. Erfüllt eine Modemarke bereits die Kriterien bestehender nach­haltiger Siegel im Textilbereich (wie etwa GOTS, Oeko-Tex-Stan­dard „Made in Green“ oder die Fair Wear Foundation), kann sie sich auch um den grünen Knopf bewerben. Insgesamt müssen 46 Sozial- und Umweltkriterien erfüllt werden -  Abwassergrenzwerte, Zwangsarbeitsverbot,  Mindestlöhne und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit gehören dazu. Unabhängige Prüfer (wie etwa der TÜV) kontrollieren die Einhaltung der Standards. Wenn notwendig, überprüfen sie auch die Produktionsstätten vor Ort - und das weltweit. Die unabhängige, staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) überwacht als "Prüfer der Prüfer" die Kontrollen.

Doch der Grüne Knopf umfasst zu Beginn noch nicht die gesamte Lieferkette. Bis auf Weiteres werden lediglich die Produktions­schritte Färben und Bleichen sowie das Zuschneiden und Nähen erfasst. Später sollen  die Produktions­schritte Baumwoll­anbau beziehungs­weise Kunst­faser­herstellung oder das  Spinnen der Fäden hinzukommen. 27 Unternehmen machen bereits mit, darunter Start-Ups, Mittel­ständler wie hess­natur, Trigema und Vaude sowie Handels­konzerne wie Aldi, Rewe, Tchibo und die Schwarz-Gruppe (Kauf­land, Lidl). 26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüf­prozess, unter anderem auch Hugo Boss und die Otto-Group.

Bis der grüne Knopf tatsäch­lich in den Geschäften auftaucht, kann es bei manchen Marken allerdings noch Monate dauern. Denn entsprechende Etikette können erst gedruckt werden, wenn für die Firma ein fertig unter­schriebener Lizenz­vertrag vorliegt. Kritiker loben die Zielset­zung, fordern aber verbindlichere Vorgaben- denn bei einer Fertigung in Europa wird beispielsweise gar nicht kontrolliert. Besonders dieses Prüfschema wird von Organisationen wie der "Kampagne für Saubere Kleidung" kritisiert. Auch von Seiten bereits fair produzierender Firmen gibt es kritische Stimmen, wie etwa Designer Jan Thelen: „ Generell ist das eine geniale und notwendige Idee. Es gibt einen Haufen privater Siegel, die immer nur Teilaspekte abdecken. Für den Verbraucher ist es am Ende gut, ein staatliches Siegel zu haben. Leider ist dies erst halbfertig. So wird beim Grünen Knopf die gesamte Faserebene ausgeblendet. Es dürfen umweltschädliche Viskosefasern eingesetzt werden oder auf Teflon basierende Membranen, die hinterher Sondermüll sind. Das heißt, ein normales Baumwoll-T-Shirt, das hoch und runter mit Pestiziden begossen und unter unschönen Bedingungen in Rumänien produziert wurde, würde den Grünen Knopf bekommen. Das ist absolute Verbraucherverwirrung. Hier spielt auch Greenwashing eine Rolle.“

Wir vom Weltladen meinen: Das Siegel hat Potential, aber ist noch nicht ausgereift. Bilden Sie sich selbst eine Meinung, informieren Sie sich!

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Faire Filzproduktion in Nepal schafft gute Arbeitsplätze dort und wärmende Wohlfühl-Produkte auch für unseren Herbst und Winter hier!

Wer friert nicht, wenn diese Tage die Nebel aufziehen, die Temperatur sinkt, der Himmel grau wird und anhaltender Regen einsetzt? Der Weltladen schafft Abhilfe: aus robustem und wärmendem Filz gibt es jetzt hübsche Sitzkissen, Untersetzer, Taschen und Wärmflaschen, die in fairer Produktion in Nepal hergestellt werden.

Filzen hat in der Himalaya-Region eine lange Tradition: seit Jahrtausenden werden Kleidung und Decken aus Wollfilz hergestellt, was v.a. von den Nomadenvölkern als leichtes, wärmendes und robustes Material hoch geschätzt wird. Dabei werden pflanzliche oder tierische Fasern zu einem festen Stoff gewalkt, geknetet und gepresst, die Fasern verhaken sich in diesem Prozess ineinander und verbinden sich zu einem Gewebe. Wollfilz ist ein sehr strapazierfähiges und isolierendes Material und daher gut geeignet als Sitzkissen, Yogamatte oder Untersetzer aller Art. Es ist zu einem gewissen Grad durch das enthaltene Wollfett selbstreinigend und leicht wasserabweisend.

In Katmandu, Nepal, suchten Frauen Unterstützung beim Aufbau einer Filzproduktion. Daraufhin wurde  Shiribandi  Nepal gegründet, eine Filz-Werkstatt, in der 30 Frauen arbeiten. Sie befindet sich  Obergeschoss des Wohnhauses der Gründerin in Katmandu, in dem nass von Hand gefilzt und auf dem Dach getrocknet wird. Ein Dieselgenerator und Solarzellen liefern das Warmwasser. Die Arbeiterinnen können sich ihre Arbeitszeit, je nach Familiensituation, selbständig einteilen. Täglich gibt es zur  Mittagspause  kostenlos Tee, sowie einen Snack. Die Familien werden bei Krankheit durch eine medizinische Grundversorgung unterstützt und fair bezahlt. Die dort hergestellten Filzwaren sind aus 100%Schafwolle, die aus Tibet und Neuseeland importiert wird. Gefärbt wird mit AZO unbedenklichen Textilfarben. Beim Wirken des Wollfilzes kommen nur Wasser und Kernseife zum Einsatz. Außerhalb der Stadt, im Dorf Sunakothi, existiert inzwischen durch verstärkte Produktnachfrage eine weitere Filzwerkstatt, in der täglich nochmals 20-30 Frauen mit  Näh- und Nadelarbeiten zur Existenzsicherung ihrer Familien beitragen. Filzwaren nehmen Schmutz und Gerüche schlecht an. Daher sollten sie von Zeit zu Zeit lediglich ausgelüftet und bei starker Verschmutzung mit einem feuchten Tuch abgetupft, oder im Wollwaschgang gewaschen und danach in Form gezogen werden. Heißes Wasser lässt sie schrumpfen- Vorsicht!

 

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Film zum Thema Gerechtigkeit

 

Am 25. Oktober um 20 Uhr zeigt das Kommunale Kino in Kooperation mit unserem Verein Partnerschaft 3.Welt den britischen Film "Fairness - zum Verständnis von Gerechtigkeit", in dem sich der Filmemacher Alex Gabbay mit den Themen Fairness, Gleichbehandlung und Gleichberechtigung in vielen Ländern der Welt beschäftigt. Er führt z.B. soziale Experimente aus Norwegen auf, die gezeigt haben, dass Menschen offenbar mehr als bereit sind, ungerechte Systeme und ungerechtes Verhalten nicht nur zu dulden, sondern auch zu unterstützen – vor allem auch weit mehr, als viele zugeben würden. Außerdem beschäftigt sich Gabbay mit einer Reihe von Versuchen aus Atlanta, wo die Wissenschaftlerin Sarah Bronson mit Hilfe von Kapuzineräffchen beweisen möchte, dass es weder bei Affen noch bei Menschen eine evolutionäre Veranlagung zum Egoismus gibt.

Der Regisseur zeigt anhand der Länder Costa Rica und Island, wie ganze Nationen und ganze Volkswirtschaften auf ein faireres Miteinander ausgerichtet sein können, wohingegen die USA immer wieder durch unfaire Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe, Religion oder ähnlichem auffallen.

Ein Film, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Herzliche Einladung zum Kinoabend!

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Abverkauf von umweltfreundlichem Schulbedarf

Aus Gründen der Sortimentsänderung findet ein Abverkauf unserer  Schulhefte aus Recyclingpapier  statt. Vorrätig sind Hefte, Hausaufgaben- und Notizblöcke in A6,  A5 und A4 und Collegeblöcke mit  verschiedener Lineatur.

Die Papierwaren sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz! Was hat Papier mit Klimaschutz zu tun? Papier wird aus Holzzellstoff, also aus Bäumen hergestellt. Dieses wird Frischfaserpapier genannt. Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt. Das spart große Mengen Zellstoff, denn eine Papierfaser kann bis zu sechs Mal wiederverwendet werden. Papier sparen heißt, Bäume erhalten. Bäume sind wichtig für die Regulierung des Weltklimas. Sie speichern große Mengen des klimaschädlichen CO2. Außerdem wird bei der Produktion von Recyclingpapier erheblich weniger Energie verbraucht, als bei der Produktion von Papier aus Holzzellstoff. Weniger Energieverbrauch bedeutet weniger CO2-Ausstoß. Das heißt: Schulhefte aus Recyclingpapier schützen das Klima in doppelter Weise. Unsere Greenpeace-Schulhefte, Schreibblöcke und Collegeblöcke sind mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Sie sind aus 100 % Altpapier hergestellt und trotzdem weiß. Die Stiftung Warentest hat sie mit GUT beurteilt (radier- und tinten-killertauglich). Decken sie sich ein für das kommende Schuljahr- die Umwelt freut sich!

Und (nicht nur) für unsere Schulanfänger haben wir die leckeren veganen Bio-Fruchtriegel EMMA, OSKAR und LOTTE bereit, die für Energie während des langen Schultages sorgen! Neben schönen fairen Kleinigkeiten, die in jede Schultüte passen, dürfen die in keinem Schulranzen fehlen! Sie passen in jede Tasche, helfen gegen den kleinen Hunger und schmecken einfach klasse!  Die fast ausschließlich fairen Zutaten in unseren Riegeln (je nach Riegel zwischen 7% bis 98%) stammen unter anderem von unseren Partnern aus der Türkei, aus Tunesien und Burkina Faso. So werden  Cashew Nüsse von rund 1200 afrikanischen Bauernfamilien verarbeitet, die dadurch faire Preise erhalten. Von Kleinbauern in der Türkei stammen die Feigen und die Aprikosenkerne. Über die fairen Abnahmepreise  hinaus setzt sich die Fairhandelsgenossenschaft für Bildung und  Gesundheitsvorsorge vor Ort, für Aus- und Weiterbildung der Bauern ein und für die Stärkung der traditionellen Dorfgemeinschaften. Probieren sie doch mal…

 

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Cashewkerne – eine wertvolle Knabberei

 

Ob natur, geröstet und gesalzen oder mit Chili gewürzt – Cashewkerne sind eine beliebte Knabberei. Aber woher stammen die Cashews eigentlich und warum sind sie so teuer?

Cashews sind die Fruchtkerne des tropischen Kaschubaumes. Sie werden aus verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern importiert. Die Cashews unseres Hauptimporteurs Welt Partner stammen aus Burkina Faso. Der Cashewkern, der von einer harten Schale umgeben ist, ist das Anhängsel des Cashewapfels, aus dem Saft oder Marmelade hergestellt werden kann. Die reifen Cashewkerne fallen zu Boden, werden aufgesammelt, getrocknet und meist von Hand geknackt, da die Kerne sehr leicht brechen. Viele Arbeitsschritte und viel Handarbeit bedingen einen relativ hohen Preis für ein hochwertiges und gesundes Produkt. Cashewkerne enthalten weniger Fett, aber mehr Kohlenhydrate als die meisten Nüsse und dazu viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Magnesium, Eisen, Kupfer und Zink. Cashews in Bio-Qualität und aus Fairem Handel gibt es im Weltladen, Stuttgarter Str. 12.

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