Schmuck aus Kenia – fair und schön

 

Nach einer kurzen Pause in den Weihnachtsferien ist der Herrenberger Weltladen wieder geöffnet. Im Angebot hat das Fachgeschäft für fair gehandelte Waren auch attraktiven Schmuck. Richtige Hingucker sind die bunten Keramikketten der Manufaktur Kazuri aus Kenia. Kazuri bedeutet „klein und schön“ in Kisuaheli. Klein und schön sind die einzeln von Hand geformten, glasierten und handbemalten Perlen, die zu reizvollen und schönen Schmuckstücken zusammengefügt werden.

Mit dem Ziel, allein stehenden Müttern eine Existenzsicherung zu verschaffen, wurde die Manufaktur 1975 gegründet. Der Schmuck hat viele begeisterte Anhängerinnen in der ganzen Welt gefunden, die mit dem Kauf des exklusiven Schmucks gleichzeitig dazu beitragen, dass heute rund 280 Kenianerinnen bei Kazuri ihren Lebensunterhalt verdienen. Kazuri produziert nach den Kriterien des Fairen Handels und ist Mitglied der World Fair Trade Organisation.

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Bananen im Test: „Fair gewinnt“

 

Weltladen-Bananen schneiden bei Öko-Test sehr gut ab

 

„Fair gewinnt“ lautet das Ergebnis des Tests an Bananen, den die Zeitschrift Öko-Test in ihrer Januar-Ausgabe veröffentlicht hat. Getestet wurden konventionell erzeugte und Biobananen, gekauft in Supermärkten, Discountern, Bioläden und Weltläden. Bananen gelten als „Pestizid-Weltmeister“, daher wurden die Früchte einer umfangreichen Analyse auf mehr als 600 Pestizide unterzogen. Unter dem Pestizid-Einsatz leiden nicht nur die Konsumenten, sondern vor allem die Gesundheit der Beschäftigten auf den Bananenplantagen. Bei den konventionell angebauten Bananen stießen die Prüfer bei allen untersuchten Proben auf deutliche bis sehr starke Pestizidbelastungen. Erfreulich gut schnitten die Biobananen ab: hier wurden keine gesundheitsgefährdenden Pestizide gefunden. Neben der Untersuchung der Inhaltsstoffe berücksichtigt der Test auch die Transparenz der Produktion, die Einhaltung von Arbeitsrechten, die Entlohnung  der Arbeiter und ob diese Bedingungen auch durch entsprechende Zertifikate nachgewiesen werden können. Der Fairtrade-Standard setzt sich besonders für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Handelsbeziehungen ein. Zu den Testsiegern, die mit dem Gesamturteil „sehr gut“ bewertet wurden, gehören die Bananen von BanaFair, die der Herrenberger Weltladen anbietet. BanaFair-Bananen wachsen in Ecuador, werden nicht in Monokulturen angebaut und sind Fairtrade und Naturland Fair zertifiziert.

„Wenn die Supermärkte die Bananenproduktion wirklich verbessern wollen, dann müssen sie ausschließlich faire Bio-Bananen anbieten, die für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und umweltverträgliche Anbaumethoden stehen.“, so das Fazit von Öko-Test.

 

 

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Selfies für den Fairen Handel

 

„Eins mit dem fairen Handel“ war das Motto einer Aktion, die auf der Stuttgarter Messe „Fair Handeln“ viele Blicke auf sich zog. Besucherinnen und Besucher konnten sich vor einer bunten Wand sozusagen für den Fairen Handel positionieren und dies durch ein „Selfie“ dokumentieren. Auch Staatssekretärin Theresa Schopper machte bei der Aktion mit. Verantwortlich für diese Werbeaktion für die Ideale des Fairen Handels war der DEAB, der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V., einem Verein mit 154 Mitgliedern, darunter viele Weltläden. Auch der Herrenberger Weltladen ist Mitglied im DEAB, in dessen Satzung zu lesen ist:

„Wir arbeiten in Baden-Württemberg dafür, dass sich viele Menschen von einer Vision weltweiter Gerechtigkeit leiten lassen und so leben, wirtschaften und Politik machen, dass Menschen in allen Teilen der Erde ein menschenwürdiges Leben haben“. Der Dachverband informiert, berät, vernetzt, bietet Weiterbildung an und vertritt die Anliegen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Gesellschaft. Er ist Ansprechpartner für alle Fragen, Anliegen und Themen im Bereich Eine Welt und Entwicklungspolitik. Das Engagement für den Fairen Handel als Instrument der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Verbandes. Weitere Themen, zu denen der DEAB arbeitet und gehört wird, sind die nachhaltige Beschaffung im öffentlichen Bereich, nachhaltiger Konsum, globales Lernen, Interkulturelle Öffnung. Nicht zuletzt wirkt der Dachverband Entwicklungspolitik informierend, beratend und fordernd auf die Landespolitik ein, wenn es um entwicklungspolitisch relevante Themen geht.

Bei Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sind immer neue Ideen gefragt, die Selfie-Aktion ist ein gutes Beispiel dafür.

 

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Fairer Handel wirkt!

Sehr schöne, handgefertigte Schmuckstücke aus Indien bietet der Weltladen in Herrenberg an. Sie werden von Familien wie der von Sana hergestellt, von der die Fairhandelsorganisation Kalakosh eine Mut machende Geschichte berichtet:  Sana ist die älteste Tochter von Naseem, einem Kunsthandwerker aus Alt-Delhi. Seit Generationen stellt ihre Familie traditionellen Schmuck her. Aber ihrer Familie ging es finanziell sehr schlecht, weil die Zwischenhändler, die Naseem den Schmuck abkauften, nicht rechtzeitig oder gar nicht bezahlten.

Im Jahr 2009 erfuhr Sana über das Internet vom Konzept des fairen Handels. Sie schrieb daraufhin dem indischen Partner von Kalakosh, SETU, eine E-Mail mit der Bitte um Hilfe (Wortlaut: “When we seen your website we feeling there is someone in the world who can take care people like us.”). Kurze Zeit später besuchte SETU Sanas Familie und entschied sich, sie und ihre Gemeinde zu unterstützen und zu fördern.

Durch den Anstoß von Sana arbeiten mittlerweile mehrere Familien aus Alt-Delhi und aus ländlichen Gemeinden zusammen, um Schmuck für SETU herzustellen. Sana studiert jetzt BWL an der Universität. Sie ist die erste aus ihrer Familie und ihrer Gemeinschaft, die eine akademische Ausbildung macht.

Das Beispiel von Sana zeigt sehr schön, welchen Einfluss der faire Handel auf das Leben der Menschen hat: Mehr als 350 Kunsthandwerker/-innen erhalten nun einen fairen Lohn unter guten Arbeitsbedingungen und die Kinder dieser Menschen haben nun bessere Bildungsperspektiven.

 

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