"Fair fruchtet"

Aktion zum Weltladentag am 9. Mai 2026

Foto: Tatjana Vecsey

Der diesjährige Weltladentag unter dem Motto: „Fair Fruchtet“ fand am vergangenen Samstag bei sonnigem Frühsommerwetter und toller Stimmung auf dem Herrenberger Markplatz vor dem Weltladen statt.

Früchte stehen für Vielfalt, Genuss und Lebensfreude. Doch hinter dem, was bei uns selbstverständlich im Einkaufskorb landet, steckt viel Arbeit unter schwierigen Bedingungen, die oft alles andere als fair für die Produzentinnen und Produzenten sind. Zu diesem Thema gab es zahlreiche Informationen und positive Beispiele, die Mut machen. 

Zur Aktion gehörte ein Stand mit einem Smoothie-Bike, auf dem man sich mit eigener Muskelkraft einen Smoothie aus fair gehandelten Früchten erstrampeln konnte. Immer wieder hörte man den geräuschvollen Fahrrad-Mixer, die Umstehenden konnten anfeuern und über die Fahrrad-Konstruktion staunen. Spaß war dabei garantiert. 

„Warum ist die Banane krumm?“ Antwort auf diese und andere Fragen rund um die faire Banane gab es bei einem Glücksrad-Quiz mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad für Kinder und Erwachsene. Hier ging es auch um die wichtigsten Akteure im Handel von Früchten, um Strukturen und faire Alternativen. Wer lieber würfeln wollte, konnte versuchen, das Wort MANGO bei dem Würfelspiel zu erwürfeln. 

Alle Mitspieler wurden mit Mango-Konfekt oder fair gehandelten Bananen belohnt.

Ein Stand bot zudem Kostproben aus unserem Sortiment fair gehandelter Trockenfrüchte an. Besonders am Herzen liegen uns hier die Mango-Produkte von Preda, einer Organisation, die sich für Kinderrechte auf den Philippinen einsetzt. Köstlich sind auch die getrockneten Ananas und Baby-Bananen von Kipepeo, die ihre Früchte von Kleinbauern und Kooperativen aus Ostafrika bezieht. 

Zum Hintergrund:

Bananen, Orangen, Ananas oder Mangos gehören zu den beliebtesten Früchten weltweit. Die Menschen, die sie anbauen und ernten, arbeiten jedoch oft unter ausbeuterischen Bedingungen, mit niedrigen Löhnen, befristeten Verträgen und wenig Mitsprache. Gleichzeitig sind viele Obstplantagen Großanlagen internationaler Konzerne, deren Lieferketten sich über mehrere Länder erstrecken. Kleinbäuer*innen, die auf kleinen Flächen Obst anbauen, verfügen oft nur über begrenzte Ressourcen, um ihre Betriebe zu verbessern oder nachhaltig zu wirtschaften. Die internationale Obst- und Fruchtsaftproduktion ist ein Milliardengeschäft. Bananen allein sind die meistgehandelte Frucht der Welt: jährlich werden rund 110 Millionen Tonnen produziert. Während die großen Konzerne hohe Gewinne erzielen, bleibt am Anfang der Lieferketten nur wenig bei den Produzent*innen hängen.

Faire Handelsmodelle setzen genau hier an. Sie zielen darauf, die Wertschöpfung entlang der Lieferketten gerechter zu verteilen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu stärken. Fair-Handels-Organisationen ermöglichen es Produzentinnen und Produzenten, verlässlicher zu planen, ihre Arbeitskräfte fair zu bezahlen und langfristige Perspektiven zu entwickeln. Statt kurzfristigem Preisdruck stehen faire Preise, Transparenz und partnerschaftliche Handelsbeziehungen im Mittelpunkt.

Mit dem Kauf fair gehandelter Früchte leisten Sie einen wichtigen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit.

Wir danken allen helfenden Händen fürs Mitmachen!